#70Der deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann gibt Helmut Schmidt 1974 die Ernennungsurkunde zum deutschen Bundeskanzler. Was gehört zu den Aufgaben des deutschen Bundespräsidenten?

Schnellsteuerung
Die richtige Antwort ist:
Er / Sie schlägt den Kanzler / die Kanzlerin zur Wahl vor.
Unabhängiges Lernangebot, keine BAMF-Website. Übersetzungen sind Lernhilfen; die Prüfung findet auf Deutsch statt.
Kurz erklärt
Der Bundespräsident schlägt dem Bundestag den Kanzler oder die Kanzlerin zur Wahl vor.
Warum ist das richtig?
Das regelt Artikel 63 des Grundgesetzes; gewählt wird dann vom Bundestag.
Hintergrund
Das Foto zeigt, wie Bundespräsident Gustav Heinemann 1974 Helmut Schmidt die Ernennungsurkunde zum Bundeskanzler überreicht. Nach einer Bundestagswahl schlägt der Bundespräsident – meist nach Gesprächen mit den Parteien – dem Bundestag eine Person zur Wahl als Kanzler vor. Ist sie gewählt, ernennt er sie. Weitere Aufgaben des Bundespräsidenten: Er unterschreibt Gesetze, ernennt und entlässt Minister, vertritt Deutschland völkerrechtlich und empfängt Staatsgäste.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Die Regierungsgeschäfte führt der Bundeskanzler mit seinen Ministern, nicht der Bundespräsident. Die Regierungspartei kontrolliert vor allem das Parlament mit der Opposition. Die Minister wählt der Kanzler aus; der Präsident ernennt sie nur formal.
Merkhilfe
Der Präsident schlägt vor und ernennt – regieren tut der Kanzler.
Gesetzliche Grundlage: Art. 63 GG ↗
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