Die richtige Antwort ist:
mehr Sitze erhält die Partei im Parlament
Unabhängiges Lernangebot, keine BAMF-Website. Übersetzungen sind Lernhilfen; die Prüfung findet auf Deutsch statt.
Kurz erklärt
Je mehr Zweitstimmen eine Partei bekommt, desto mehr Sitze erhält sie im Parlament.
Warum ist das richtig?
Die Zweitstimme entscheidet über die Verteilung der Sitze im Bundestag.
Hintergrund
Bei der Bundestagswahl hat jede Wählerin und jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt man eine Person im eigenen Wahlkreis, mit der Zweitstimme eine Partei. Die Zweitstimmen bestimmen, wie viele der 630 Sitze jede Partei bekommt (Verhältniswahl). Eine Partei braucht dafür in der Regel mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen. Seit der Wahlrechtsreform von 2023 bekommen Wahlkreissieger nur dann einen Sitz, wenn er durch die Zweitstimmen ihrer Partei gedeckt ist.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Erst- und Zweitstimme sind unabhängig voneinander; viele Zweitstimmen bedeuten nicht weniger Erststimmen. Wie viele Direktkandidaten ins Parlament kommen, hängt von den Erststimmen in den Wahlkreisen ab. Und je mehr Zweitstimmen eine Partei hat, desto kleiner ist eher das Risiko, eine Koalition bilden zu müssen.
Merkhilfe
Zweitstimme = die wichtigere Stimme: Sie bestimmt die Sitze.
Gesetzliche Grundlage: Art. 38 GG ↗
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