#277Eine Frau, die ein zweijähriges Kind hat, bewirbt sich in Deutschland um eine Stelle. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Sie bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil sie …
Schnellsteuerung
Die richtige Antwort ist:
Mutter ist.
Unabhängiges Lernangebot, keine BAMF-Website. Übersetzungen sind Lernhilfen; die Prüfung findet auf Deutsch statt.
Kurz erklärt
Diskriminierung ist es, wenn die Person die Stelle nur deshalb nicht bekommt, weil sie Mutter ist.
Warum ist das richtig?
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Benachteiligungen im Arbeitsleben wegen solcher Merkmale.
Hintergrund
Arbeitgeber dürfen Bewerberinnen und Bewerber nicht wegen ihres Geschlechts benachteiligen – dazu gehört auch, dass eine Frau Mutter ist oder schwanger sein könnte. Fragen nach Schwangerschaft oder Familienplanung sind im Vorstellungsgespräch grundsätzlich unzulässig; eine Frau darf darauf sogar falsch antworten, ohne Nachteile zu befürchten. Wer diskriminiert wird, kann innerhalb von zwei Monaten Ansprüche geltend machen, etwa Schadenersatz. Beratung bietet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Warum sind die anderen Antworten falsch?
Fehlende Englischkenntnisse, zu hohe Gehaltsvorstellungen oder fehlende Berufserfahrung sind sachliche Gründe, die mit der Stelle zu tun haben. Sie sind keine Diskriminierung.
Merkhilfe
Sachlicher Grund (Qualifikation) = erlaubt. Mutter sein = Diskriminierung.
Gesetzliche Grundlage: Art. 3 GG ↗, § 1 AGG ↗
Leben in Deutschland © 2026